© Gabriella Adora

Das Wort Trauma bedeutet so viel wie Wunde.

Als Traumatische Erlebnisse gelten überwältigende Erfahrungen, die mit Gefühlen absoluter Hilflosigkeit und Ohnmacht einhergehen.

Meist führen diese (unbewusst und spontan) zu Abspaltungen (Dissoziation; Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnisinhalten; verschiedener Persönlichkeitsanteile), vor allem bei Wiederholungen zu entsprechend (unbewussten) Überlebensstrategien.

Was für Erwachsene mit Wertesystem und entsprechenden Möglichkeiten des Schutzes und der Verarbeitung schlimm ist, ist für Kinder (je jünger, desto anfälliger) ungleich dramatischer und kann sich fatal auf die weitere Hirnentwicklung auswirken, sogar das Volumen bestimmter Hirnstrukturen verringern. Mögliche Folgen sind Verhaltensstörungen, Lernschwierigkeiten, Depressionen und andere psychische 'Störungen'. Häufig werden aus ihnen Erwachsene ohne Orientierung und Sicherheitsgefühl mit hoher Suchtgefahr. Ihr Lebensweg ist oft früh von Krankheiten begleitet.


Typische
(einmalige oder wiederholte) Ursachen für die Traumatisierung und Traumagefahren

  • Missbrauch und Misshandlung
    Emotionaler: Emotionale Verletzungen wie Lieblosigkeiten, Entwertungen, Vernachlässigung, Missachtung, Kränkungen, Ablehnungen, Verlassen werden, Mobbing, Beschimpfungen, Beschuldigungen, Demütigungen, Angst vor körperlichen Verletzungen, emotionale Überforderungen wie Leistungsdruck, Schuldzuweisungen, Heimweh in Schulfreizeiten;
    Körperlicher: Physische Gewalt wie geschlagen oder beworfen werden.
    Sexueller Missbrauch: Vergewaltigung

  • Unfälle und körperliche Verletzungen (Verkehrsunfälle; bei Kindern bereits Stürze mit dem Fahrrad, von der Schaukel, vom Pferd...); Naturkatastrophen
    (wenn auch ohne böse menschliche Absicht beeinträchtigen sie unser Sicherheitsdenken und Vertrauen ind die Technik o.ä.)

  • Überfälle, Einbrüche, Entführungen, Geiselnahmen, Terroranschläge; Extremsituationen wie Kriegserlebnisse, Vertreibung, Flucht
    Absichtlich herbeigeführte Schäden erschüttern unser Selbst- und Weltverständnis am stärksten. Gewaltverbrechen aus persönlichen oder politischen Motiven erschüttern unser Bild von unseren Mitmenschen. Im Extrem die Folter, die auch heute noch in der Hälfte der Weltländer angewandt wird.
    Menschen (auch Staaten) mit mehrheitlich gesunden Persönlichkeitsanteilen wenden sich gegen Terror und Täter(gruppen). Menschen mit mehrheitlich seelisch kranken Persönlichkeitsanteilen (Diktatoren, Massenmörder, Folterer) sehen Terror als notwendig oder gar als Wohltat für die Betroffenen. Sie beschuldigen diese gar, die eigentlichen 'Täter' zu sein. Unter solchen Umständen kann es für einzelne Betroffene fast unerträglich schwierig werden, ihr persönliches Trauma zu verarbeiten. Seelische Wunden können dann nur schwer heilen und Gewalt wird so oft über Generationen weitergegeben.

  • Medizinische Eingriffe (Intensivstation, Behandlung vom Norarztteam, Operationen) und schwere körperliche Erkrankungen (hohes Fieber bei Kindern)

  • Deprivation: Mangel oder Verlust an Zuwendung, Isolation durch Vernachlässigung in der Kindheit (körperlich: nicht genug Essen, keine saubere Kleidung; emotional: keine Nähe oder Zuneigung durch Bezugspersonen), beispielsweise als Folge von Suchtmittel-Missbrauch im Haushalt, alkoholkranke oder drogenabhängige Eltern, auch zu frühe Unterbringung in Säuglingskrippen oder Kindergärten
    Verlust einer nahestehenden Bezugsperson: Tod eines Elternteils oder sehr nahestehender Verwandter; Kind
    Trennung der Eltern; Verstoß

  • Zeuge traumatischer Erlebnisse wie schwerer Unfälle, Gewalt (auch Mord oder Suizidversuche im Familien- oder Freundeskreis), Missbrauch; vor allem für Kinder, deren (alkoholabhängige) Eltern, (Ehepartner oder Geschwister) schlagen

  • Sekundäre Traumatisierung in Helfer-Berufen (Polizisten, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Ärzte)

  • Einem Giftstoff oder Infekt ausgesetzt sein, davon erfahren

  • Traumatisches (Vor-) Geburtserleben
    Embryonalphase (Mutter nimmt Drogen (auch rauchen, Alkohol), häufiger lauter Streit zwischen den Eltern. Die Mutter wird von Ihrem Partner verlassen. Das Kind ist ungewollt. Es wird eine Abtreibung erwogen oder versucht. Ein Zwillingsgeschwisterchen verstirbt schon als Fötus oder Embryo. Die Mutter besucht Lokale mit lauter Musik wie Diskotheken oder Rockkonzerte, u. A.
    Geburt (künstliche Einleitung der Geburt, Kaiserschnittgeburt, Narkotisierung der Mutter während der Geburt, Umschlingung des Halses mit der Nabelschnur, langes Stecken-Bleiben im Geburtskanal)
    Nach der Geburt (helles Licht, Kälte, Schlagen auf den Po, Hochziehen an den Füßen, um die Körperlänge zu messen, Trennung von der Mutter, grobe oder lieblose Behandlung durch Hebammen, Klinikpersonal, Eltern)

  • Traumatisierte Eltern (Holocaust-, Kriegsopfer, Opfer sexueller Gewalt)
    Psychische Erkrankung der Eltern



Mögliche Symptome und Phasen eines psychischen Traumas

Schwere Verwirrtheit, automatisch wiederkehrende Erinnerungsbilder, Angst, „verrückt zu werden" sind häufig normale Reaktionen auf so „verrückte" Situation, die Traumatisierte erlebt haben. Selbst wer einer großen Gefahr (nur) knapp entkommen ist, spürt auch nach der Rettung noch einen Erregungszustand am ganzen Körper (zitternde Knie, in der Beckenregion, Zähneklappern = Schock- und Einwirkungsphase).

Schockphase (eine Stunde bis zu einer Woche): Verwirrtheit, Unfähigkeit, sich an wichtige Daten wie die eigene Telefon- oder Hausnummer zu erinnern; Akut: bleiche Hautfarbe, schnelle und flache Atmung, benommener Blick, manche glauben, sich an einem anderen Ort zu befinden. => Maßnahmen zur Beruhigung und Kreislaufstabilisierung; medizinisch notwendige vor und ergänzend zur psychologischen Ersten Hilfe.

Einwirkungsphase (bis zu 14 Tage): Betroffene sind von Ereignissen innerlich völlig in Anspruch genommen. Wie unter Zwang berichtensie immer wieder von den Vorfällen. Starke Selbstzweifel, Depressionen, Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht. Auch bei zuvor eher optimistischen Menschen erscheinen alle positiven Möglichkeiten des Lebens wie in weiter Ferne. Viele klagen sich wegen eigener Fehler an. Wutanfälle, heftige Anklagen gegen mögliche Verursacher, Einschlafstörungen, Übererregbarkeit, Überwachheit, erhöhte Schreckhaftigkeit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Alpträume und Nachhallerinnerungen vom traumatischen Ereignis. Bei Todesfällen insbesondere in der eigenen Familie bis hin zu schweren Depressionen verbunden mit Vorwürfen, überlebt zu haben.

Erholungsphase (nach zwei bis vier Wochen): Noch immer ist das traumatische Ereignis von zentraler Bedeutung, jedoch augt es nicht mehr alle Energien auf. Die Dauererregung sinkt, nicht jeder Gedanke an das traumatische Erlebnis löst wiederholt den vollen Schrecken aus. Das Interesse am normalen Leben und anderen Personen kehrt zurück und Zukunftspläne können wieder positiver gesehen werden.

Auch wenn es lange dauern kann, bis traumatischen Vorfälle in eigene Überlegungen und Sichtweisen einbezogen werden. Für viele bildet das Trauma einen Anlass, über das bisherige Leben gründlich nachzudenken und die Zukunftsplanung neu zu überdenken.

Verzögert sich die Erholungsphase (länger als 1 bis 3 Monate) z.B. bei besonders schwerwiegenden körperlichen und oder seelischen Verletzungen, durch weitere erschreckende Nachrichten oder belastende Lebensumstände, kann sie schlimmstenfalls gänzlich ausbleiben. Zwar kann ein Trauma auch ohne Therapie in 2 bis 3 Jahren ausheilen, unsere Seele besitzt wie unser Körper starke Kräfte zur Selbstheilung, Folge kann jedoch möglicherweise (bei bis zu 30 Prozent aller Betroffenen) auch ein chronisches Trauma, psycho- oder posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS), werden:

  • Objektive oder subjektive Hilflosigkeit bezüglich belastender Ereignisse
  • Wiederkehrende, plötzliche Erinnerungen an das Ereignis (Alpträumen, „flash-backs": ständig wiederkehrende Szenen des traumatischen Geschehens, auch Bruchstücke wie Gerüche, Geräusche oder Körperempfindungen)
  • Vermeiden von allem, was an das Trauma erinnert oder erinnern könnte. Diese Vermeidungshaltung kann sich immer weiter ausdehnen.
  • Angst vor allem, was an das Ereignis erinnert, hält an oder breitet sich noch weiter aus
  • Gesteigerte Erregbarkeit, Ruhelosigkeit und Schreckhaftigkeit bleiben bestehen und können sich nicht beruhigen. (Durch ein Trauma kann es zu Veränderungen im Gehirn kommen, z.B. bleibt das autonome Nervensystem, zuständig für die vitalen Überlebensfunktionen, in ständiger Alarmbereitschaft.)

    ©  gabriella adora


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