© Gabriella Adora

Meine fünfjährige Segelreise und persönliche Grenzerfahrung

Habe ich dir schon einmal von meiner Reise erzählt? Wenn nicht, hier für dich in aller Kürze, bevor ja womöglich auch eines Tages mehr folgt.

Als Kind hatten mich Freunde meiner Eltern mit ihrem Reisevirus infiziert. Für mich schienen sie die ganze Welt gesehen zu haben. Noch heute erinnere ich mich lebhaft an die vielen bunten Postkarten, Dias und exotischen Mitbringsel, die mich fasziniert und ein tiefes, drängendes Bedürfnis in mir geweckt haben. Ich musste es irgendwann tun. Andere Länder intensiv bereisen, um deren Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Daraus wurden 5 Jahre mit 20.000 Seemeilen zu zweit auf einer 15 Meter Segeljacht.

* Mittelmeer mit Mallorca, Menorca, Sardinien, Sizilien, Zypern
* Rotes Meer mit Ägypten, Sudan, Eritrea, Jemen,
* Indischer Ozean mit

  • Afrika: nachts vorbei an Somalia und Sokotra und darauf hoffend, dass die Seeräuber, die es tatsächlich heute noch dort gibt und die regelmäßig Yachties überfielen; 1/2 Jahr Seychellen, Kenia, Tansania mit Pemba und Sansibar; und über Land zusätzlich: von Kenia nach Tansania, Sambia, Simbabwe, Botswana, Südafrika, Mosambik, Malawi und wieder zurück über Tansania nach Kenia.
  • Chagos: unbewohntes Korallenatoll genau in der Mitte des indischen Ozeans, ca.180 sm südlich von der südlichsten Malediven Insel; einer der schönsten Orte dieser Erde wie Segler bestätigten, die auch all die anderen faszinierenden Orte wie Südseeinseln, Französisch Polinesien und vieles mehr gesehen hatten.
  • Malaysia und Thailand in Südostasien.

Als ich nach einem Jahr nochmal zurück kam, schrieb ich nicht ohne Stolz in meine Bewerbungen: Persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die mir dabei sehr zugute kamen: Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, Eigeninitiative, Kreativität, Organisationstalent, zielorientiertes Arbeiten, Kontaktfähigkeit, Kooperationsstärke mit Durchsetzungs- und Motivationsvermögen, hohe Belastbarkeit. Die magnetische Anziehung, die ich auf die PR-Agenturen auszuüben schien, konnte ich selbst kaum glauben. Noch dazu hatte ja gerade mein Vater, damals Personal Direktor in einem großen Konzern, mich bei solch einem Lebenslauf gewarnt. Es war selbst für mich nahezu unglaublich, dass das damals total faszinierte. Und als ich nach der ganzen langen Zeit zurückkam, tätigte ich einzig einen Anruf, um mal 'hallo' zu sagen und schon war ich wieder mitten im Business. Heute schmunzel ich darüber. Gerade die hohe Belastbarkeit hat mich schließlich in den Burn-out gebracht. Nun, das ist ein anderes Thema.

"Dankbarkeit und Zufriedenheit erfüllen mich.
Ich hatte den Mut, einen Traum zu leben, dem Ruf meines Herzens zu folgen.
Heute tue ich das bewusst zum Wohle aller."

Hier einige Fotos, die vielleicht ja auch deine Sehnsucht wecken und dich inspirieren: